dmesg in Pisi Linux   Leave a comment

dmesg

dmesg (eng. „display messages“) ist ein Kommandozeilen Befehl, der den Ringpuffer des Kernels ausgibt. Er ist ein sehr nützliches Tool, um Fehler beim System Start zu finden, Hinweise auf defekte Hardware, etc. zu finden.Das Programm wird im „normalen“ Betrieb von Linux eher selten verwendet, ist aber immer dann nützlich, wenn Fehler im System gesucht werden, z.B. warum neue Hardware nicht korrekt erkannt oder eingebunden wird.

dmesg ist Bestandteil vom Paket util-linux, und ist in Pisi Linux bereits vorinstalliert.

Da die Ausgabe des alleinigen Aufrufs von dmesg aber sehr lang ist (u.a., weil darin sämtliche Meldungen des Bootvorgangs enthalten sind), wird das Programm oft in Kombination mit einer Pipe und einem Pager wie more, less oder tail eingesetzt. Oder, wenn gezielt nach Meldungen gesucht werden soll, in Kombination mit grep.

Hier als Beispiel ein paar einfache Kommandos für dmesg, Sie brauchen die Befehle nicht als Root eingeben einfach nur ein Terminal öffnen und den Befehl eingeben.

Der Basis Befehl von dmesg ist

 

 dmesg [optionen]  

 

dmesg

Unter Berufung auf dmesg ohne dass einer ihrer Möglichkeiten (die nur selten verwendet werden) bewirkt, dass es alle Kernel-Meldungen in die Standardausgabe geschrieben werden. Dies führt in der Regel dazu das viel zu viele Linien auf dem Bildschirm sind, und nicht alle auf- einmal sichtbar werden, und somit nur die letzten Nachrichten zu sehen sind. Jedoch kann die Ausgabe durch einen zusätzlichen Befehl und durch die Verwendung einer vertikalen Linie ( vertikal Bar oder in der Programmiersprache als Pipe bezeichnet) umgeleitet werden, wodurch die Startmeldungen alle auf einmal betrachtet werden können:

 

 dmesg | less  

 

dmesg | less

 

less erlaubt es in der Ausgabe nach vorne zu gehen, also Seiten weiterblättern wie in einem Buch, indem Sie die Leertaste drücken gehen Sie vorwärts, rückwärts indem Sie die Taste b drücken, und durch Drücken der Taste q (für quiet) können Sie das ganze beenden. (Der Befehl more könnte anstelle des less Befehls verwendet werden, aber less ist neuer als more und hat zusätzliche Funktionen, einschließlich der Fähigkeit, zur vorherigen Seite zu wechseln und zurück.)

Wenn bei einem Benutzer ein Problem mit dem System auftritt, ist es sinnvoll, die Ausgabe von dmesg in eine Datei schreiben zu lassen und die Datei z.B. per E-Mail an einen System Administrator oder einer anderen sachkundigen Person zu schicken, die Unterstüzung geben kann. Zum Beispiel könnte die Ausgabe in eine Datei mit dem Namen Boot-Meldungen mit dem Umleitungsoperator ( einem nach rechts gerichteten Winkel >) wie folgt umgeleitet werden:

 

 dmesg > boot_messages  

 

dmesg > boot_messages

 

Aufgrund der Länge des Ausgangssignals von dmesg, kann es ganz sinnvoll sein, die Ausgabe mit grep, ein Filter, das für alle Zeilen, die  Zeichenkette durchsucht zu erweitern.Um pipe (dh. die Zeichen Sequenz) danach. Mit der Option -i (ignore:ignorieren) können Sie grep sagen, das z.B. Klein- oder Großbuchstaben  in der Zeichenfolge ignoriert werden. Beispielsweise listet der folgende Befehl alle Verweise auf USB (Universal Serial Bus) Geräte in den Kernel-Meldungen auf.

 

 dmesg | grep -i usb  

 

dmesg | grep -i usb

 

Und mit dem folgenden listet dmesg alle seriellen Ports auf (die durch die Zeichenfolge tty vertreten sind):

 dmesg | grep -i tty  

 

dmesg | grep -i tty

 

Die Kombination von dmesg und grep  kann auch verwendet werden, um sich anzeigen zu lassen, wie viel physischer Speicher (dh: RAM) auf dem System verfügbar ist.

 

 dmesg | grep -i memory  

 

dmesg | grep -i memory

 

Der folgende Befehl prüft, ob die Festplatte (n) im DMA (Direct Memory Access oder auf Deutsch Speicherdirektzugriff) Modus ausgeführt wird.

 

 dmesg | grep -i dma  

 

dmesg | grep -i dma

 

Sie sehen auch im Terminal arbeiten ist gar nicht so schwer, und man bekommt eigentlich immer die notwendigen Informationen die man braucht.

 

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Veröffentlicht 23. Januar 2015 von groni in Pisi Linux Anleitungen

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